Royal Talens respektiert den Datenschutz Ihrer Daten

Wir verwenden funktionale Cookies, um Ihre Nutzung unserer Website anonym zu analysieren und eine fehlerfreie und optimierte Website zu erhalten. Über Personalisierungs-Cookies können wir die Website an Ihre Vorlieben und Ihr Verhalten anpassen.

Wenn Sie mehr über die von uns gesetzten Cookies erfahren oder diese zurücksetzen möchten, besuchen Sie unsere Cookie-Erklärung und die Datenschutzrichtlinie.

Funktionale Cookies sorgen dafür, dass Sie eine fehlerfreie und optimierte Website erhalten.
Diese Cookies werden verwendet, um Werbung auf Ihre Interessen zuzuschneiden, sowohl auf royaltalens.com als auch auf anderen Websites. Sie bieten auch die Möglichkeit, Newsletter für Sie persönlich relevant zu machen.
Social Media Cookies stellen sicher, dass Sie Kommentare veröffentlichen und Informationen mit Ihren Freunden und / oder Ihrem Netzwerk teilen können.
Stil de grain: von Schüttgelb zum lichtechten Pigment
Farbgeschichten

Stil de grain: von Schüttgelb zum lichtechten Pigment

Berühmte Meister wie Rembrandt, Vermeer und Rubens machten in „verlackter” Form schon vielfältig Gebrauch von Stil de grain gelb, braun und grün. Der aus verschiedenen Sorten der Kreuzdornbeere gewonnene Farbstoff war allerdings bekannt für seine schlechte Lichtechtheit. Heutzutage wird Stil de grain deshalb mit einem lichtechten Pigment hergestellt, das über dieselben einzigartigen und lasierenden Eigenschaften verfügt.

Stil de grain: von Schüttgelb zum lichtechten Pigment

Stil de grain wird schon seit dem Mittelalter von Künstlern verwendet. So sprechen historische Quellen im Französischen von „Stil de grain jaune“ und „Stil de grain vert“. Der Farbstoff wurde mit Soda und Wasser aus unreifen Beeren verschiedener Kreuzdornsträucher aus Mittel- und Südeuropa gewonnen und in u.a. flüssigen Tinten verarbeitet. Der Farbton variiert von Gelb bis zu Braun, abhängig vom Zustand und Reifegrad der verwendeten Beeren. Erst in einem späteren Stadium konnte mit dem Farbstoff eine Art Pigment hergestellt werden, und man konnte Stil de grain auch in pastosen Farben verarbeiten.

 

Verlacktes Pigment

Die niederländischen Meister des 17.Jahrhunderts gebrauchten Stil de grain in Form eines sogenannten „verlackten Pigments” - das Resultat einer Bearbeitung, bei der Farbstoff auf chemischem Weg auf ein farbloses, anorganisches Pigment niederschlägt. Auf diese Weise konnte auch pastose Farbe hergestellt werden, doch die Lichtechtheit ließ noch immer zu wünschen übrig. So lautete beispielsweise der Beiname für die gelbe Farbe im Niederländischen „schietgeel“, wahrscheinlich abgeleitet von „verschieten“ (dt. „verschießen“). Eine andere Erklärung könnte auch die stark laxierende Wirkung von Kreuzdornbeeren sein. Aus dieser Sichtweise könnte „schietgeel“ eine Verballhornung von „schijtgeel“ (dt. „Scheißgelb“) sein.

 

Neue Variante

Das verlackte Kreuzdornbeerenpigment wird schon lange nicht mehr verwendet. Hinsichtlich der Qualität wurde von Royal Talens ein stark verbessertes Stil de grain auf der Basis eines ausgezeichneten lichtechten Pigments mit denselben traditionellen Farb- und Transparenz-Eigenschaften auf den Markt gebracht. Diese „neue“ Variante ist genau wie das Original und andere „verlackte“ transparente Pigmente ausgezeichnet zum Auftragen von Lasurschichten geeignet. Aus historischer Perspektive wird aber immer noch der Jahrhunderte alte Name verwendet, so dass Stil de grain auch für zukünftige Generationen erhalten bleibt.

 

Farbstoff oder Pigment… Wie war das noch genau?

Als trockenes farbiges Puder kann man Farbstoff und Pigment nicht unterscheiden. Der Unterschied wird erst bei einer Vermischung mit Binde- oder Lösungsmittel deutlich. Wenn sich das Puder auflöst (so wie Zucker im Tee), handelt es sich um einen Farbstoff, und eignet sich beispielsweise für die Verwendung in flüssigen Tinten. Pigment eignet sich hingegen ausgezeichnet für die Herstellung von dicken, pastosen Farben. Ein anderer wichtiger Unterschied ist die Lichtechtheit. Farbstoffe haben die Neigung unter Einfluss von Licht stark zu verblassen, währenddessen Pigment im Allgemeinen viel länger seine eigene, echte Farbe „festhält“.

 

Stil de grain wurde hauptsächlich aus den Beeren des Rhamnus Saxatilis und Rhamnus Catharticus gewonnen. Abhängig von der Beerenreife entstand der so typische braune, gelbe oder grüne Farbstoff.

Weitere Farbgeschichten

Ultramarin

Ultramarin

Farbgeschichten
Magenta

Magenta

Farbgeschichten
Indisch Gelb

Indisch Gelb

Farbgeschichten
Karmin

Karmin

Farbgeschichten
Gummigutt

Gummigutt

Farbgeschichten
Indigoblau

Indigoblau

Farbgeschichten
Ocker

Ocker

Farbgeschichten
Weiß

Weiß

Farbgeschichten
Kobalt

Kobalt

Farbgeschichten
Zinnober

Zinnober

Farbgeschichten
Asphalt

Asphalt

Farbgeschichten
Stil de grain

Stil de grain

Farbgeschichten