Vorbereitung der Leinwand
Beim Kauf einer Leinwand ist diese meist bereits universell grundiert – mit einer Schicht Naturleim und zwei Schichten Gesso. Diese hochwertige Grundierung verhindert das Eindringen von Öl und sorgt für eine hervorragende Haftung. Sie können also direkt mit dem Malen beginnen.
Die erste Schicht: mager
Die erste Farbschicht muss dünner oder magerer sein als die folgenden. Beim Trocknen bildet sich kein kompakter Film, sondern eine poröse Oberfläche. Herkömmliche Ölfarben werden mit Terpentin oder Verdünner magerer gemacht. Cobra verwendet jedoch Wasser. Je mehr Wasser Sie hinzufügen, desto magerer wird die Farbe. Sie können die erste Schicht also mit Cobra-Farbe und Wasser auftragen.
Die zweite Schicht: fetter
Sobald die erste Schicht trocken ist, können Sie eine zweite auftragen. Diese muss fetter sein als die vorherige. Das Öl der neuen Schicht wird von der mageren Unterschicht aufgenommen und haftet an den beim Trocknen entstandenen Poren. Das sorgt für eine gute Verbindung zwischen den Schichten. Ein Beispiel für eine fettere Schicht ist reine Cobra-Ölfarbe.
Weitere Schichten
Nach dem Trocknen der zweiten Schicht können Sie eine weitere auftragen, die wiederum fetter sein sollte. Dafür können Sie ein Cobra-Malmittel verwenden. Dieses macht die Farbe geschmeidiger, transparenter und reduziert sichtbare Pinselstriche im Vergleich zu reiner Ölfarbe.
Lasuren
Für eine zusätzliche Schicht, etwa eine Lasur, können Sie ein Lasurmittel verwenden. Dieses enthält Öl und Harz, wobei der Ölanteil höher ist – dadurch ist es fetter. Lasuren trocknen daher etwas langsamer. Sie können sie genauso auftragen wie das Malmittel.
Wichtige Regel
Sie können Ihr Gemälde mit vielen oder wenigen Schichten aufbauen. Wichtig ist: Beachten Sie immer die Regel Fett auf Mager.
