Die gesellschaftliche Bedeutung der Sichtbarkeit von Künstlerinnen, unabhängig von ihrem Alter, ist heute relevanter denn je. Ausstellungen wie „Unravel“ (Stedelijk Museum), „Mirga-Tas“ (Bonnefantenmuseum), „Radicaal“ (Museum Arnhem) und die Arbeit von Chantal Spit („Cloud“) haben gezeigt, wie aktuell dieses Thema ist.
Künstlerinnen und ihr Einfluss
Meine Arbeit wurde stets vom Einfluss weiblicher Künstlerinnen geprägt. Ich habe das Verständnis der technischen Aspekte ihrer Arbeit stets mit einem Interesse für den historischen und kulturellen Kontext verbunden, in dem sie tätig waren. Künstlerinnen sahen sich in einer von Männern dominierten Kunstwelt und familiären Beziehungen häufig mit strukturellen (sozialen) Hindernissen konfrontiert, und ihre Arbeit und ihr Einfluss wurden lange Zeit unterschätzt oder sogar ignoriert.
Künstlerinnen wie Tamara de Lempicka (großartiges und faszinierendes Leben), Georgia O'Keeffe (Erforschung von Grenzen und Eroberung ihrer Position), Louisa Mattiasdottir (über Schönheit), Suzanne Valadon (weibliche Fauvistin) Helene Schjerfbeck (modernistische Expressionistin) und zeitgenössische Stimmen wie Cecily Brown und Lubaina Himid sind für mich in dieser Hinsicht wichtige Inspirationsquellen.
Stillleben mit Vase (2016), Öl auf Leinwand, 100 × 120 cm.