Pigmente versus Farbstoffe

Pigmente sind farbige Puder, die sich nicht in der Flüssigkeit auflösen, mit der sie vermischt werden. Sie müssen gleichmäßig in dem (verflüssigten) Bindemittel verteilt und vermahlen sein. Eigenschaften der Farbe wie Farbton, Farbkraft, Deckkraft/Transparenz und Lichtechtheit werden unter anderem durch den Pigmenttyp bestimmt.
Wenn sich ein farbgebender Stoff in einer Flüssigkeit auflöst (also wie Zucker in Wasser auseinanderfällt), nennt man den farbgebenden Stoff nicht Pigment, sondern Farbstoff.

11 Pigmenten Vs Kleurstoffen
a. unlösliches Pigment
b. löslicher Farbstoff


Farbstoffe

Lichtechtheit und Anwendung

Die Lichtechtheit von löslichen Farbstoffen in Farbe oder Tinte ist mäßig bis schlecht. Sie werden deshalb nicht in Produkten für Künstler verarbeitet. Ein Bild muss man sehen können und dazu ist Licht notwendig: Die Farben müssen deshalb haltbar sein.

Für Graphiker oder Hobbymaler ist Lichtechtheit weniger wichtig. Eine Illustration oder Zeichnung wird gedruckt, danach kann das Original im Dunkeln aufbewahrt werden. Kinder und Hobbymaler haben nicht dieselben Ansprüche an die Haltbarkeit von Farben wie Künstler. Farbstoffe sind aufgrund ihrer Löslichkeit außerordentlich gut dazu geeignet, dünne Flüssigkeiten mit einer außergewöhnlichen Transparenz zu färben. Dabei denke man z.B. an Limonade, aber auch an transparente Tinten.

Lösliche Farbstoffe bluten: Die Farbe dringt durch andere Farbschichten hindurch oder verbreitet sich in direkter Umgebung.

Talens verwendet Farbstoffe nur in zwei Produkten: In Ecoline (mit Ausnahme von Weiß und Gold) und in wasserfester Zeichentusche (mit Ausnahme von Weiß und Gold). Auf der Verpackung dieser Produkte ist das Maß der Lichtechtheit nicht angegeben. Werkstücke, die mit löslichen Farbstoffen gemalt wurden, können am besten im Dunkeln aufbewahrt werden. Die genannten Ausnahmen sind pigmentiert, deckend und sehr lichtecht.